training04.jpg

Feuerwehr Allendorf misst eigene Ausbildungsqualität

FeuerwehrAgentur evaluiert verändertes Ausbildungskonzept der Feuerwehr Allendorf (Lumda) mit guten Ergebnissen


Allendorf ergebnisse01

Freiwillige Feuerwehr ist gleichermaßen Leidenschaft, wie Hobby. Und die häufigste Schnittstelle zwischen der Feuerwehr und ihren ehrenamtlichen Mitgliedern sind nicht etwa Einsätze oder Versammlungen, sondern der regelmäßige Übungsdienst. Dies hat die Feuerwehr Allendorf (Lumda) vor einigen Monaten erkannt und die Aus- und Fortbildung stadtteilübergreifend umorganisiert: Prinzip mehr Erlebnis und bessere Ausbildung für die freiwilligen Feuerwehrleute und „Prinzip viele Schultern“ für jene Ausbilder, die ebenfalls in ihrer Freizeit den Übungsdienst organisieren und durchführen. Nun wollten Feuerwehrchef Michael Carl und die Ausbilder um Raphael Purrucker und Christian Elmshäuser wissen, ob und was es gebracht hat. Daher wurde die gießener FeuerwehrAgentur beauftragt, bei den Freiwilligen Feuerwehrleuten im Rahmen einer sozialwissenschaftlichen Evaluation festzustellen, wie die Umstrukturierung angekommen ist, was gut läuft und wo noch Luft nach oben ist.

Befragt wurde in einem zehntägigen Intervall mittels Onlineumfrage. Nun hat Martin Lutz von der FeuerwehrAgentur die Ergebnisse anlässlich der Jahreshauptversammlung Feuerwehrleuten und Politik vorgestellt. So gibt es beispielsweise hinsichtlich der Übungstermine Gestaltungsbedarf „Ohne die Umfrage hätten wir nie herausbekommen, dass wir bei der Umplanung von Tag und Uhrzeit aus dem Stand mehr als 10% mehr Feuerwehrleute für eine regelmäßige Übungsteilnahme ansprechen können“ erklärt Raphael Purrucker. Und auch die Zustimmung ist auf der Seite des Ausbilderteams – je nach konkreter Frage aus den Bewertungsfragen bekommt das neue Konzept zwischen 76% und 97% „gute“ und „sehr gute“ Bewertungen. „Das zeigt, dass das genau der richtige Schritt war“ bewertet Feuerwehrchef Carl das Ergebnis. Ausbaufähig ist die Ausbildung laut Untersuchung in den Bereichen des „über-Kreuz-Lernens“ also die Vermittlung individueller Fähigkeit betreffend der jeweiligen Stadtteiltechnik an andere Stadtteile, sowie in der Förderung der methodischen und didaktischen Fähigkeiten der Ausbilderinnen und Ausbilder.